“Silo”-Mentalität anzugehen, ist heute eine der größten Einschränkungen im (Online-) Marketing der Automobilbranche. Dies gilt insbesondere für die Automobilkonzerne, bei denen sich Hersteller und Händler als autonome Einheiten verhalten, die jeweils für ihre eigenen Erfolge und Misserfolge verantwortlich sind.

Autokäufer unterscheiden aber nicht zwischen Botschaften, die vom Händler oder vom Hersteller kommen. Die Verbraucher wollen ihre Fragen zum Autokauf mit möglichst wenig Aufwand beantwortet bekommen.

Durch die Beseitigung von Silos und der Konsolidierung von Daten können Autohersteller und Händler Ihre potenziellen mit einem einheitlichen Ansatz bewerben, sämtliche Aktionen koordinieren und dem (potentiellen) Kunden so ein nahtloses Erlebnis bieten, unabhängig davon, wo sich dieser Kunde in der Customer Journey befindet.

KPIs ausrichten, um auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten

Automobilmarken sollte Ihre Marketingteams und -ziele integrieren, damit sie dem Kunden ein einheitliches Bild vermitteln können.

Bisher definiert in den meisten Automobilkonzernen jede Ebene innerhalb der Organisation Erfolg anders. Auf Markenebene konzentriert sich alles auf Kennzahlen wie Markenbekanntheit und Reichweite, während sich die Händler ausschließlich auf die Förderung von Leads konzentrierten. Jede Einheit misst verschiedene KPIs durch verschiedene Analyseplattformen mit mehreren Agenturen. So kann kein einheitlicher Blick auf den Kunden entstehen.

Um genau diesen einheitlichen Blick auf den Kunde zu erhalten, sollten Mitarbeiter auf allen Ebenen innerhalb der Marken-, Vertriebs- und Marketingorganisation die gleichen Daten auf die gleiche Art und Weise betrachteten, analysieren und gemeinsam darauf reagieren.

So kann die gesamte Organisation auf ein Ziel hinarbeiten: die Erhöhung des Beitrags zum Gesamtumsatz.

Kundeneinblicke auf einer Plattform konsolidieren

Sowohl Hersteller und Händler wissen zwar, was die Verbraucher auf jeder einzelnen Website machen, aber sie können keine konsistente Customer Journey erstellen, um ihre Nutzer wirklich zu verstehen. Vor Allem können Sie Nutzen nicht systematisch  zum nächsten Schritt in der Entscheidungsphase (z.B. Vereinbarung einer Probefahrt) bewegen.

Hersteller und Händler sollte sich koordinieren, um Kundendaten in ein einzige Messplattform, z.B. Google Analytics 360, zu bringen. Da die Daten von Hersteller-, Händlerwebsites jetzt an einem einzigen Ort zusammengeführt werden, ist es viel einfacher, zu sehen, was der Kunde recherchiert hat und diesen Kunden dann zur nächsten Stufe zu führen.

Die Optimierung der Nutzererfahrung, wenn der Verbraucher zwischen der Marken-, Händler-Website hin und her springt, sollte im Mittelpunkt der Überlegungen stehen. Das Erlebnis über alle Ebenen hinweg – jede Seite, jedes Bild und jeden Klick – zusammenfügen, um Redundanzen zu beseitigen und den Nutzer effizient zum nächsten Schritt zu bringen ist die Aufgabe, die sich mit einer übergreifenden Analyse und Personalisierung wesentlich Vereinfachen läßt.

Fazit

Die gezielte Ansprache von Konsumenten mit hohem Interesse führt zu effizienteren Ausgaben im Marketing. Hersteller und Händler können so die Anzahl der digitalen Leads bei gleichen Marketingkosten deutlich erhöhen und fundiertere Marketingentscheidungen treffen.

Die Aufgabe der Hersteller sollte darin bestehen, ein Bindeglied zu sein – potenziellen und bestehenden Kunden bei der Kaufentscheidung zu helfen, ohne dem Händler die direkte Beziehung zum Kunden nehmen. Konsistentes Marketing über die verschiedenen Ebenen hinweg und eine ganzheitliche Sicht auf diese zukünftigen Kunden sind der Schlüssel für den zukünftigen Erfolg einer Automobilmarke.