Einführung in die Werbung mit Adwords

Einleitung

Wir haben diesen Leitfaden geschrieben, um Ihnen eine allgemeine Einführung in die bezahlte Suche zu geben und ein grundlegendes Verständnis davon zu vermitteln, wie die bezahlte Suche genutzt werden kann, um mehr Leads und Kunden für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Wir beginnen mit einer grundsätzlichen Erklärung, was bezahlte Suche genau ist, und wie sie sich von organischer Suche unterscheidet. Dann kommen wir auf verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der bezahlten Suche zu sprechen, erklären ihre Funktionsweise sowie einige Strategien für gute Adwordskampagnen und wie Sie anhand bestimmter Kennzahlen die Efektivität Ihrer Kampagnen bewerten können.

Google Adwords ist eine enorm mächtiges und komplexes Werbeinstrument. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen den Einstieg in die Thematik erleichtern. Wenn sie tiefer in die Nutzung und Optimierung von AdWords einsteigen möchten, empfehlen wir Ihnen gerne unsere AdWords Seminare.

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Es gibt viele Suchmaschinen, die bezahlte Werbekampagnen unterstützen. In diesem Leitfaden beschäftigen wir uns allerdings ausschließlich mit Google und Google AdWords. Wenn Sie über fundierte Kenntnisse von Google AdWords verfügen, können Sie mit Leichtigkeit die Funktionsweise anderer Suchmaschinen verstehen, da diese meist recht ähnlich aufgebaut sind.

Bezahlte und unbezahlte Suche

Bezahlte und organische Suche Suchmaschinenmarketing (Search Engine Marketing, SEM) bezeichnet die Möglichkeiten der Vermarktung einer Website über Suchmaschinen. Der Begriff bezieht sich sowohl auf organische Suchmaschinenoptimierung als auch auf Strategien der bezahlten Suche. Organische Suche bezieht sich auf unbezahlte, natürliche Rankings, die durch bestimmte Suchmaschinen-Algorithmen entstehen, und kann über verschiedene Methoden optimiert werden. man nennt diesen Bereich des Suchmaschinenmarketings auch SEO (Search Engine Optimization).

Im Gegensatz dazu gibt Ihnen bezahlte Suche die Möglichkeit, gegen Bezahlung Ihre Website oder App bei Eingabe bestimmter Keywords oder Formulierungen auf der Suchmaschinen-Ergebnisseite (Search Engine Result Page, SERP) zu platzieren. Diese Form des Suchmaschinenmarketings nennt man SEA (Search Engine Advertising).

Der Begriff „bezahlte Suche“ ist also etwas irreführend, da Sie nicht für die Suche, sondern für Anzeigen in den Suchergebnisse zahlen. Allerdings hat sich der Begriff längst so etabliert. Die Suchergebnisseite (SERP) zeigt Nutzern Ihre Anzeigen, um sie auf Ihre Website zu leiten. Die Werbekosten werden dabei typischerweise pro Klick auf die Anzeige abgerechnet.

Mit anderen Worten heißt das also, dass Sie sich einen Platz in den Suchergebnislisten kaufen können. Allerdings sind die gekauften Einträge eindeutig als Werbung gekennzeichnet. Organische und bezahlte Listen werden beide von der Suchmaschine angezeigt, aber unterschiedlich auf den Ergebnisseiten platziert.

Die bezahlte Suche ist für Sie besonders dann geeignet, wenn Ihre Platzierung in Suchmaschinen durch organische Optimierung alleine nicht ausreichend ist. Es handelt sich bei der bezahlten Suche um ein besonders leistungsstarkes Werbeinstrument, das für die Verbesserung der Online-Präsenz Ihres Unternehmens sehr wertvoll sein kann. Lassen Sie uns also starten und herausfinden, wie die bezahlte Suche Ihrem Unternehmen helfen kann.

So funktioniert AdWords

Die wichtigsten Elemente: Keywords, Anzeigen und Landing-Pages

Eine bezahlte Suchanzeige besteht aus drei Hauptelementen: Keywords, Anzeigen, und Landing-Pages. Sie senden Google die Suchbegriffe (Keyword) für die Sie gerne mit Ihrer Anzeige erscheinen möchten, wenn ein Nutzer diesen Begriff bei Google eingibt. Die Suchbegriffe werden von AdWords verwendet, um Ihre Anzeigen auf der Ergebnisseite anzuzeigen, wenn Nutzer danach suchen.

Die Gestaltung der Anzeigen bleibt dabei Ihnen überlassen. Ihr Ziel sollte es aber natürlich sein, die Anzeigen möglichst relevant und gleichzeitig attraktiv für die Nutzer zu gestalten, damit diese Ihre Anzeige auch anklicken. Wenn Besucher Ihre Anzeigen anklicken, werden sie direkt auf die entsprechenden Zielseite (Landing-Page) geleitet. Ziel Ihrer Landing-Page muß es sein, Besucher zu weiteren Aktionen zu bewegen – zum Kauf eines Produktes, zu Downloads, usw. Bei bezahlter Suche geht es also letztendlich um das Erstellen und Optimieren dieser drei Elemente.

Pay-per-Click (PPC) Gebote

Die bezahlter Suche wird häufig auch PPC genannt, kurz für Pay-per-Click. Google selbst verwendet in diesem Zusammenhang den Begrif Cost-per-Click (CPC), um denselben Sachverhalt auszudrücken. PPC bedeutet, dass Sie nicht für die Darstellung Ihrer Werbeanzeige bezahlen. Ebenso wenig zahlen Sie dafür, wenn ein Besucher mit der Maus über Ihre Anzeige fährt. Sie zahlen nur dann, wenn Ihre Anzeige tatsächlich angeklickt wird.

Es gibt mit Google die Möglichkeit, pro tausend Impressionen (CPM) zu zahlen. Dies ist jedoch nur im Falle einer Branding- oder Marken-Kampagne tatsächlich die bessere Wahl gegenüber des PPC-Modells, wenn es primär darum geht, die Bekanntheit und Sichtbarkeit einer Marke zu steigern und handfeste Ergebnisse wie Konversionen und Geschäftsabschlüsse sekundärer Bedeutung sind. Für die bezahlte Suche selbst, insbesondere wenn man gerade erst damit beginnt, ist PPC sicher die bessere Wahl.

Wie wird festgelegt, wie viel man pro Klick bezahlen muss? Google bietet eine Art Auktion, bei der man ein Gebot auf Keywords abgibt, um den Preis festzulegen, den man bereit ist für einen Klick zu bezahlen.

Die Auktion funktioniert folgendermaßen:

  1. Wenn ein Nutzer eine Suche ausführt, sucht das AdWords-System alle Anzeigen, deren Keywords dem Suchbegriff entsprechen.
  2. Unter diesen Anzeigen ignoriert das System diejenigen, die nicht für die Schaltung in Frage kommen, z. B. weil sie auf ein anderes Land ausgerichtet sind oder abgelehnt wurden.
  3. Für die verbleibenden Anzeigen wird die Position berechnet an der die Anzeigen geschaltet werden. Dies nennt Google den Anzeigenrang. Der Anzeigenrang basiert im Wesentlichen auf Ihrem Gebot und der Relevanz Ihrer Anzeigen, dem sog. Qualitätsfaktor.

Das bedeutet, selbst wenn Ihre Mitbewerber höhere Gebote abgeben als Sie, können Sie mit äußerst relevanten Keywords und Anzeigen dennoch eine höhere Anzeigenposition zu einem niedrigeren Preis erzielen.

Für jede Suche auf Google findet eine Auktion statt. Da ihr Ergebnis von den jeweiligen Mitbewerbern abhängt, kann es bei jeder Auktion anders ausfallen. Es ist also ganz normal, wenn die Position Ihrer Anzeige auf der Seite variiert und sie manchmal überhaupt nicht geschaltet wird.

Zusammengefasst: hochwertige Anzeigen führen in der Regel zu niedrigeren Kosten, besseren Anzeigenpositionen und größerem Werbeerfolg. Das AdWords-System macht für alle Beteiligten inklusive Google nur Sinn, wenn die ausgelieferten Anzeigen relevant sind und den Suchanfragen der Nutzer möglichst genau entsprechen.

Qualitätsfaktor

Auch wenn Ihr Gebot wichtig ist, um festzulegen, ob Ihre Anzeige bei einem bestimmten Keyword angezeigt wird, verwendet Google dafür parallel den sogenannten Qualitätsfaktor (Quality Score). Der Qualitätsfaktor ist ein Algorithmus, der Ihre Anzeigen nach Relevanz einstuft. Dabei wird näher betrachtet, wie relevant Ihr Keyword in Bezug zum Inhalt Ihrer Anzeige und zu Ihrer Landing-Page ist. Anders formuliert analysiert Google Ihre Landing-Pages, um sicherzugehen, dass Sie nicht einfach Keywords kaufen und Nutzer damit auf irrelevante Seiten leiten. Googles Grund für das Hinzuziehen des Qualitätsfaktors in die Bewertung der Keywords ist natürlich das positive Nutzererlebnis für die Kunden.

Google hat den Qualitätsfaktor eingeführt, um sicherzustellen, dass die Werbeanzeigen im Ranking für das entsprechende Keyword relevant sind und um so die Inserenten zu kontrollieren. Und wie funktioniert das? Für den Qualitätsfaktor gibt es eine Skala von 1 bis 10, wobei 1 ist die niedrigste Bewertung, 10 die höchste.

Das heißt, wenn einer Ihrer Konkurrenten 3 € auf ein Keyword bietet und einen Qualitätsfaktor von 5 hat und Sie bieten auf dasselbe Keyword, allerdings nur 2 €, haben aber einen Qualitätsfaktor von 8, dann kann es sein, dass Google Ihnen die bessere auf der Ergebnisseite gibt, da Ihre Anzeige relevanter ist. Es kann für Google schließlich sinnvoller sein, Nutzern Ihre Anzeige zu zeigen, da diese aufgrund der höheren Relevanz mit höherer Wahrscheinlichkeit auf die Anzeige klicken (was wiederum Geld für Google bedeutet).

Der Qualitätsfaktor kann Ihnen also auch dabei helfen, festzulegen, welche Keywords kostenefzient für Sie sind. Nehmen wir an, Sie haben eine Website zum Thema Fitnesstipps und bieten auf das Keyword „Ernährung“. Wenn Sie einen niedrigen Qualitätsfaktor haben, dann kann das ein Indiz dafür sein, dass die Inhalte Ihrer Seite nicht relevant genug sind, um Ihrer Anzeige einen gut sichtbaren Platz zu geben. Die bezahlte Suche für dieses Keyword ist somit kein kostenefzienter Channel für Sie. Sie können diese Informationen nutzen, um die Wahl Ihrer Keywords zu optimieren.

Wenn Sie eine erfolgreiche PPC-Kampagne starten möchten, dann zeigen Sie Google eine enge Verbindung zwischen den Keywords, auf die Sie bieten, Ihrem Anzeigentext und den Landing-Pages, auf die Sie die Nutzer leiten. (Eine Strategie zur Optimierung dieser Elemente besprechen wir im nächsten Abschnit.) Wenn Sie diesen Ansatz meistern, dann wird Google sehen, dass Sie genau wissen, was Sie tun und Ihnen mit weitaus höherer Wahrscheinlichkeit eine optimale Position für relativ geringen fnanziellen Aufwand zuweisen.

Keyword-Optionen

Es ist sicherlich gut, wenn Ihre Anzeige nicht nur bei Eingabe einer bestimmter Gruppe von Keywords angezeigt wird. Da es nahezu unendlich viele Möglichkeiten für Nutzer gibt, nach einem Begrif zu suchen, hat Google drei Keyword- Optionen, die man nutzen kann, um seine Anzeigen unter bestimmten Umständen bei der Suche anzeigen zu lassen. Diese Optionen sind: „Weitgehend passend“, „Passende Wortgruppe“, und „Genau passend“.

Mit Keyword-Optionen legen Sie fest, bei welchen Suchanfragen die Auslieferung Ihrer Anzeige ausgelöst wird. Wenn Sie beispielsweise die Option Weitgehend passend verwenden, wird die Anzeige für eine breite Zielgruppe ausgeliefert. Verwenden Sie hingegen die Option Genau passend, erreichen Sie damit nur bestimmte Nutzergruppen.

Wenn Sie die Keyword-Option „Weitgehend passend“ verwenden, werden Ihre Anzeigen bei relevanten Varianten Ihrer Keywords selbst dann automatisch geschaltet, wenn diese Begriffe nicht explizit in Ihrer Keyword-Liste enthalten sind. Dadurch führen Sie mehr Besucher auf Ihre Website, müssen weniger Zeit für die Erstellung von Keyword-Listen aufwenden und können Ihre Ausgaben auf leistungsstarke Keywords konzentrieren.

„Weitgehend passend“ ist die standardmäßige Keyword-Option, die allen Keywords zugewiesen wird, wenn Sie keine andere Option auswählen

Mit Modifizierern für weitgehend passende Keywords können Sie Ihre Anzeigen auf Suchanfragen ausrichten, die mindestens eines Ihrer Keywords enthalten. So lässt sich die Relevanz der Zugriffe für Ihre Anzeigen erhöhen und die Klickrate bzw. Conversion-Rate verbessern.

Wenn Sie die Keyword-Option „Passende Wortgruppe“ verwenden, wird Ihre Anzeige für Nutzer geschaltet, die Suchanfragen mit genau Ihrem Keyword und ähnlichen Varianten dieses Keywords mit voran- oder nachgestellten Begriffen durchführen. Die Keyword-Option „Passende Wortgruppe“ ist präziser als die Standardeinstellung Weitgehend passend, jedoch flexibler als die Option Genau passend. Mit der Option „Passende Wortgruppe“ haben Sie mehr Kontrolle darüber, wie ähnlich Ihr Keyword dem Suchbegriff eines Nutzers sein muss, damit Ihre Anzeige geschaltet wird.

Wenn Sie die Keyword-Option „Genau passend“ verwenden, wird Ihre Anzeige für Nutzer geschaltet, die Suchanfragen mit genau Ihrem Keyword und ähnlichen Varianten dieses Keywords durchführen. Von den vier Keyword-Optionen bietet der Typ „Genau passend“ die weitestgehende Kontrolle darüber, für welche Nutzer Ihre Anzeige geschaltet wird. So können Sie eine höhere Klickrate (Click-through-Rate – CTR) erzielen.

Ausschließende Keywords

Zusätzlich ermöglicht Google das Festlegen von auszuschließenden Keywords, um Ihre Keyword-Strategie noch zusätzlich zu verfeinern. Dies ermöglicht Ihnen, das Einblenden Ihrer Anzeige bei Eingabe bestimmter Keywords zu verhindern.

Mit auszuschließenden Keywords können Sie Suchbegriffe aus Kampagnen ausschließen und sich auf die Keywords konzentrieren, die für Ihre Kunden relevant sind. Durch eine bessere Ausrichtung erreichen Sie leichter interessierte Nutzer und sind in der Lage, Ihren Return on Investment (ROI) zu steigern.

Ihre Google AdWords-Strategie

Keyword Strategie

Sie verfügen also über die Möglichkeit, verschiedene Optionen für Ihre Keywords anzuwenden, die Ihnen dabei helfen können, Ihre Kampagnen-Strategie zu optimieren. Woher wissen Sie aber, welche Optionen Sie verwenden sollten, und wann? Es gibt viele Strategien zur Verwendung der Keyword-Optionen, aber keine allgemeingültige Lösung. Grundsätzlich sollten Sie immer die Performance-Kennzahlen Ihrer Kampagnen im Auge behalten, um herauszufinden, was für Ihre Marketingziele funktioniert und was nicht.

Die Option „Genau passend“ ist besonders wertvoll, wenn man eine ganz spezifische Zielgruppe ansprechen möchte. Wenn Sie aber ausschließlich auf genau passende Keywords bieten, dann schränken Sie Ihre Zielgruppe und Ihre Reichweite stark ein, was mit größter Wahrscheinlichkeit Ihren Traffic stark reduziert. Es gibt keine Möglichkeit, zu wissen, wonach genau Nutzer suchen werden. Auch wenn Sie eine lange Liste genau passender Keywords erstellen, wird diese lückenhaft sein. So können Ihnen potenzielle Leads, die andere Suchbegriffe verwenden, entgehen.

Um das zu vermeiden, beginnen viele AdWords Manager damit, alle Keywords auf „weitgehend passend“ festzulegen und steigern somit Ihre Reichweite. Viel Reichweite ist zwar prinzipiell positiv, aber Sie sollten sich vergewissern, dass es sich auch um geeigneten Traffic handelt. Nehmen wir an, ein Nutzer sucht nach „Klettverschluss“ und Ihre Anzeige für „Tennisschuhe mit Klettverschluss“ wird angezeigt. Nutzer klicken Ihre Anzeige zwar eventuell an, doch wenn ein Suchbegriff allgemein und ungenau gehalten war, ist die Wahrscheinlichkeit, einen Lead oder Verkauf zu generieren, deutlich geringer. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Nutzer tatsächlich auf der Suche nach Tennisschuhen mit Klettverschluss waren, ist wesentlich geringer als bei Nutzern, der genau nach diesem Begriff oder einem sehr ähnlichen gesucht haben.

Aus diesem Grund ist es ausgesprochen wichtig, dass Sie für Ihre weitgehend passenden Keywords genau beobachten, welche Suchanfragen letztlich auf Ihre Seite leiten. Vergessen Sie nicht, dass Sie Keywords auch ausschließen können, falls dies notwendig ist.

Eine geeignete Keyword-Strategie ist es, zunächst weitgehend passende Keywords festzulegen, um Traffic zu generieren und dann anhand des Suchbegrif-Berichtes die Keywords herauszufltern, die eine hohe Konversionsrate aufweisen, und diese als „genau passend“ festzulegen, da sie sich bereits als besonders effzient bewiesen haben.

Um Ihre Strategie hinsichtlich der Keyword-Optionen zu entwickeln und zu verfeinern, empfehlt es sich, dass Sie Ihre Keywords am besten immer wieder überprüfen und testen. Nutzen Sie Performance-Kennzahlen, um Ihre Keywords zu optimieren. Dies kann das Hinzufügen und Entfernen oder das Ändern der Keyword-Optionen beinhalten. Es handelt sich hier um einen fortlaufenden Prozess. Die Leistung der Keywords wird sich im Laufe der Zeit verändern und Ihre Kampagnen-Strategie sollte sich entsprechend anpassen.

So legen Sie Ihr AdWords Budget fest

Wenn Sie Google für Ihre PPC-Kampagne bezahlen, müssen Sie natürlich nicht jedes Mal, wenn Ihre Anzeige angeklickt wird, die Kreditkarte zücken. Sie legen stattdessen ein tägliches Budget für jede Kampagnen oder auch für Ihr gesamtes Konto fest. So können Sie für jede Kampagne festlegen, wie viel Geld Google täglich für Ihre Anzeigen ausgeben kann.

Was passiert, wenn das gesamte Geld innerhalb von nur ein oder zwei Stunden ausgegeben ist? Tatsächlich besteht das Risiko, schnell ans Budgetlimit zu geraten, wenn man sehr viele, häufig gesuchte Keywords verwendet. AdWords bietet aber die Option an, die Ausgabe Ihres Budgets gleichmäßig über den Tag zu verteilen. Das ist besonders dann ratsam, wenn Sie den ganzen Tag über auffindbar sein möchten.

Das tägliche Budgetlimit ist sicherlich ein beruhigendes Feature, insbesondere für Unternehmen, die sich gerade erst in das Thema der bezahlten Suche einarbeiten. Sie können zu Beginn ein eher geringes Tages-Budget festlegen und dann den Erfolg und die Lead-Qualität messen. Versuchen Sie zunächst Ihre Kampagne zu optimieren und erhöhen Sie dann im nächsten Schritt Ihr Budget.

Die richtige Konto-Struktur

Die Struktur Ihres Google AdWords-Kontos ist für die Efzienz und den Erfolg Ihrer bezahlten Kampagnen ausschlaggebend. Sie haben Ihre Liste von potenziellen Keywords, die Keywords, auf die Sie bieten, und Sie haben die Anzeige, die angezeigt wird, wenn Nutzer eines dieser Keywords eingeben. Sie können die Keywords, für die Sie Ihre Anzeige schalten lassen möchten, gruppieren. So erstellen Sie noch relevantere Anzeigentexte und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung der Klickrate.

Gruppieren Sie dazu einfach ähnliche Keywords in einer sogenannten Anzeigengruppe (Ad Group). Für die Keywords „Fussballschuhe“, „besten Fussschuhe“, und „Schuhe für Fussball“, könnte man also zum Beispiel die Gruppe „Fussballschuhe“ erstellen, alle relevanten weiteren Keywords hinzufügen und eine gezielte Anzeige erstellen. Wenn das Unternehmen aber auch weitere Arten an Schuhen verkauf, können entsprechende weitere Gruppen erstellt werden, zum Beispiel „Tennisschuhe“ oder „Laufschuhe“.

Nehmen wir einmal an, das Unternehmen verkaufe auch Sportbekleidung. Google ermöglicht ebenfalls eine Struktur auf mehreren Ebenen, zum Beispiel nach Kampagnen. Man könnte in diesem Fall also alle Anzeigengruppen für Schuhe in eine entsprechende „Schuhkampagne“ legen und dann parallel eine „Sportbekleidungs-Kampagne“ mit den passenden Anzeigengruppen, Keywords, usw. erstellen.

Es ist wichtig, das Konto so zu strukturieren, dass Keywords und passende Anzeigentexte immer eng miteinander verbunden bleiben. Dann kann man seine Anzeigengruppen und Kampagnen nutzen, um diese besser zusammenzuhalten und zu organisieren.

Kampagne „Schuhe“ Kampagne „Schuhe“ Kampagne „Bekleidung“ Kampagne „Bekleidung“
Anzeigengruppe „Fussballschuhe“ Anzeigengruppe „Tennisschuhe“ Anzeigengruppe „Trainingsanzüge“ Anzeigengruppe „Tennishose“

Strukturieren Sie Ihre Kampagnen und Anzeigengruppen gleich beim Erstellen Ihres Adwordskontos. Wenn Sie Ihr Konto neu strukturieren, nachdem Sie bereits mehrere Kampagnen und Anzeigengruppen geschaltet haben, gehen wertvolle Daten verloren. Auserdem hilft es, von Anfang an eine saubere Struktur zu verwenden.

Falls Sie unterschiedliche Kampagneneinstellungen für das Budget oder die geografische Ausrichtung verwenden möchten, sollten Sie eine separate Kampagne erstellen. Wenn Sie Schuhe verkaufen, können Sie beispielsweise ein Budget für Fussballschuhe und ein anderes für Tennisschuhe festlegen. In diesem Fall ist es sinnvoll, jeweils separate Kampagnen für Hemden und Hosen zu erstellen.

Optimierung der Anzeigen

Ihr Anzeigentext ist für eine erfolgreiche PPC-Kampagne von fundamentaler Bedeutung.

Textanzeigen bestehen aus drei Komponenten: einem Anzeigentitel, einer angezeigten URL und einer Beschreibung.

Nutzer achten besonders auf den Anzeigentitel. Daher sollten Sie dafür Wörter verwenden, die häufig als Suchbegriffe auf Google eingegeben werden. Ihre Textanzeige umfasst zwei Anzeigentitel, in die Sie je 30 Zeichen eingeben können, um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu bewerben. Die Anzeigentitel sind durch einen Bindestrich „-“ getrennt. Sie werden je nachdem, mit welchem Gerät der Nutzer Ihre Anzeige ansieht, auf unterschiedliche Weise dargestellt.

Die angezeigte URL, die normalerweise grün dargestellt wird, entspricht der Adresse Ihrer Website. Sie besteht aus der Domain Ihrer finalen URL und dem Text in den optionalen Pfadfeldern. Diese Felder sollen dem Nutzer eine klare Vorstellung vermitteln, auf welcher Webseite er beim Klicken auf die Anzeige landet. Der Pfadtext muss nicht mit der Sprache der angezeigten URL übereinstimmen.

In der Beschreibung können Sie bestimmte Informationen zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen hervorheben. Auch ein Call-to-Action für die gewünschte Aktion des Nutzers ist sinnvoll. Wenn Sie beispielsweise einen Onlineshop für Schuhe betreiben, wäre „Jetzt bestellen“ oder „Bestellen Sie noch heute Ihre Lieblingsschuhe“ als Beschreibungstext geeignet. Passende Vorschläge für Dienstleister sind „Erhalten Sie umgehend ein Onlineangebot“ oder „Preisliste ansehen“.

Anzeigenerweiterungen

Anzeigenerweiterungen sind ein spezielles Anzeigenformat, das Zusatzinformationen zu Ihrem Unternehmen bereitstellt. Ihre Textanzeige wird also um diese Informationen erweitert. Manche Erweiterungen werden manuell zur Anzeige hinzugefügt, andere automatisch.

Ähnlich wie höhere Anzeigenpositionen verschaffen Anzeigenerweiterungen Ihrer Anzeige mehr Prominenz auf der Suchergebnisseite. Anzeigenerweiterungen gehören deshalb auf jeden Fall zu jeder Anzeige dazu.

So analysieren Sie die Leistung Ihrer AdWords Kampagnen

Die vier wichtigsten Kennzahlen

Jetzt, da Sie Ihre Anzeigen, Ihre Keywords und Ihre Konto-Struktur haben, können Sie diese Elemente weiter optimieren. Die einzige Möglichkeit dafür ist allerdings anhand der Kennzahlen und Berichte von Google (bei Google fnden Sie hier auch den Begrif „Messwerte“). Sehen wir uns einmal die wichtigsten Kennzahlen an, die Sie in Betracht ziehen sollten und warum diese so bedeutend sind.

Es gibt vier Kennzahlen, die für die bezahlte Suche von Bedeutung sind: Impressionen, Klicks, Konversion und Ausgaben.

Eine Impression ist eine Darstellung Ihrer Anzeige, wenn ein Nutzer das entsprechende Keyword eingibt. Sie können also die Anzahl Impressionen grob als Anzahl Nutzer betrachten, die Ihre Anzeige ansehen, oder zumindest als die Anzahl Nutzer, für die Ihre Anzeige dargestellt wird.

Ein Klick ist das tatsächliche Klicken eines Nutzers auf Ihre Anzeige. Hier besteht ein großer Unterschied zu der Anzahl Impressionen, da der Nutzer hier handelt und Ihre Werbeanzeige auch tatsächlich anklickt und diese nicht einfach nur dargestellt wird.

Die Konversionsrate bezieht sich auf die Nutzer, die Ihre Anzeige gesehen haben, darauf geklickt haben und die von Ihnen gewünschte Handlung auf Ihrer Landing-Page durchgeführt haben. Diese Handlungen können zum Beispiel ein Download oder der Kauf eines Produktes sein. Bei der Einrichtung Ihres Kontos sollten Sie auch gleich einen Tracking- Code für Ihre Website einrichten, damit Google benachrichtigt wird, wenn jemand ein Angebot genutzt oder einen Kauf abgeschlossen hat, damit Konversionen korrekt nachverfolgt werden können.

Die Kosten pro Conversion (auch Cost-per-Acquisition, CPA) geben den Kostenaufwand pro Konversion an. Sie berechnen die durchschnitlichen CPA, indem Sie die Gesamtausgaben durch die Anzahl an Konversionen teilen. Hierbei handelt es sich erneut um eine Kosten-Kennzahl, sie sollten diese also so niedrig wie möglich halten.

Weitere wichtige Kennzahlen

AdWords enthält sehr viele verschiedene Kennzahlen und im Laufe der zeit werden sie herausfinden, welche Ihnen am besten weiterhelfen. Diese Kennzahl sind ebenfalls wichtig für die langfristige Optimierung Ihrer AdWords Kampagnen.

Die Klickrate gibt an, wie oft Personen, die Ihre Anzeige sehen, darauf klicken. Anhand dieses Messwerts können Sie die Leistung Ihrer Keywords und Anzeigen beurteilen.

Der durchschnittliche Betrag, den Sie ein Klick auf Ihre Anzeige kostet. Der durchschnittliche Cost-per-Click (durchschn. CPC) wird ermittelt, indem die Summe der Kosten aller erhaltenen Klicks durch die Gesamtzahl aller erhaltenen Klicks dividiert wird.

Die Conversion-Rate gibt die durchschnittliche Anzahl an Conversions/Zielerreichungen pro Anzeigenklick in Prozent an. Diese Kennzahl gibt Ihnen also Auskunft über den Erfolg Ihrer Kampagnen.

Fazit

Wir hoffen, dass Sie nun ein erstes Verständnis von der Funktionsweise der bezahlten Suche mit Google AdWords haben, um bezahlte Kampagnen für Ihr Unternehmen anzulegen und zu verwalten. An folgende Punkte sollten Sie stets denken:

  • Bezahlte Suche beruht auf dem Pay-per-Click (PPC)-Modell

  • Organisieren Sie Ihre Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords und Anzeigentexte entsprechend Ihres Zwecks bzw. Ihres Ziels.

  • Streben Sie einen hohen Qualitätsfaktor an, um die Performance zu steigern und die Ausgaben zu reduzieren.

  • Kontinuierliches Optimieren ist der Weg zum Erfolg

2017-06-03T05:11:55+00:00