Optimieren Sie Ihr Website und Kampagnen mit dem Analytics Bericht „Site Search“

Wenn Deine Website eine Suchfunktion anbietet, macht es natürlich sehr viel Sinn, diese auch auszuwerten. Du musst die interne Suche jedoch zuvor in den Einstellungen der Datenansichten eingerichten.


POST-basierte Suchmaschine

Wenn Du eine POST-basierte Suchmaschine verwendest, hat die Suchergebnis-URL ein ähnliches Format wie im folgenden Beispiel:

http://www.ihrewebsite.de/search_results.php

Es gibt zwei Möglichkeiten, Site Search für POST-basierte Suchmaschinen zu verwenden:

Möglichkeit 1: Konfiguriere Deine Suche so, dass die Suchbegriffe an das Ende der URL angehängt werden (z. B. http://www.ihremusterdomain.de/search_results.php?q=keyword), und richte anschließend Site Search ein wie im vorigen Abschnitt beschrieben.

Möglichkeit 2: Ändern den Tracking-Code auf Deiner Suchergebnisseite so, dass dynamisch ein virtueller Seitenpfad angegeben wird, der die Suchbegriffe enthält. Der Tracking-Code auf der Suchergebnisseite kann beispielsweise wie folgt aussehen:

analytics.js: ga(’send‘, ‚pageview‘, ‚/search_results.php?q=keyword‘);


Dazu musst Du den Suchparameter festlegen, die in den URLs die Suchworte kennzeichnen. Nachdem Du die interne Suche eingerichtet hast, geben Dir die entsprechenden Reports die Suchbegriffe und das Verhalten der suchenden Website-Nutzer wieder:

  • Was haben die Nutzer gesucht?
  • Wie oft haben sie die Suche wiederholt?
  • Wie viele Besucher brechen nach einer Suche den Besuch ab?
  • Auf welchen Seiten suchen die Nutzer?

Du kannst die Suche auch in einzelne Kategorien einteilen und sehen, wie oft in den verschiedenen Kategorien gesucht wird. Die interne Suche liefert Dir also einige Informationen darüber, was auf Deiner Seite fehlt, bzw. über das, was nicht gefunden wird. Du hast so die Möglichkeit, dem auf den Grund zu gehen und Deine Website dahingehend zu optimieren, dass die Dinge, die die Nutzer suchen, auch gut auffindbar sind. So optimierst Du die Nutzererfahrung und somit letztlich auch Deinen Umsatz.

Die Übersichtsseite der internen Suche bietet Dir in großen Teilen den gleichen Anblick wie die meisten anderen Analytics-Übersichtsseiten. Oben siehst Du den Graphen mit dem zeitlichen Verlauf. Darunter gibt es eine Übersicht der wichtigsten Kennzahlen zur internen Suche, eine Tortendiagramm mit der Verteilung der Besuche mit und ohne Suche sowie eine Tabelle mit den wichtigsten Suchbegriffen.

Google Analytics zeigt Dir, wie hoch der Besucheranteil gewesen ist, der eine interne Suche durchgeführt hat. Natürlich siehst Du aber nicht nur den prozentualen Anteil, sondern auch die absoluten Zahlen. Außerdem liefert Dir Google Analytics auch noch weitere wichtige Kennzahlen.

  • BESUCHE MIT SUCHE: Anzahl der Besuche, bei denen die Suchfunktion mindestens einmal genutzt wurde
  • EINMALIGE SUCHEN GESAMT: Anzahl der eingegebenen Suchbegriffe
  • ERGEBNISSE FÜR SEITENAUFRUFE/SUCHE: Seitenaufrufe der Suchergebnisseiten geteilt durch die Summe einmaliger Suchen
  • % SUCHAUSSTIEGE: Anteil der Besuche, die nach der Suche die Seite verlassen
  • % VERFEINERUNGEN DER SUCHE: Anteil der Suchen, bei denen anschließend noch weitere Suchen durchgeführt worden sind
  • ZEIT NACH SUCHE: Dauer, die Besucher durchschnittlich noch nach einer Suche auf der Website verbleiben
  • SUCHTIEFE: Anzahl der Seiten, die im Schnitt nach einer Suche angezeigt werden

Nutzung der internen Suche

Der erste Navigationspunkt der internen Suche gibt Dir Aufschluss darüber, wie viele Besuche die interne Suche genutzt haben. Dazu erhältst Du die üblichen Metriken wie Anteil neuer Besuche, Absprungraten, durchschnittliche Besuchsdauer und sogar Conversions. In diesem Report kannst Du beispielsweise auswerten, wie lange Besucher im Schnitt auf der Seite bleiben, wenn sie die Suche nutzen, oder wie viel mehr Umsatz durch suchende Nutzer generiert wird.

Nutze zur besseren Auswertung der E-Commerce-Daten den Tab über dem Graphen. Auf diese Weise erhältst Du einen detaillierteren Vergleich der Besuche mit und ohne Suche in Bezug auf E-Commerce. Häufig ist es so, dass die Besucher, die die Suche nutzen, interessierter sind. Sie sind nicht nur interessierter, sie bestellen im Schnitt auch mehr als die Besucher, die die Suche nicht nutzen. Das gilt insbesondere für Onlineshops mit einem großen Angebot. Nutzer, die wissen, was sie wollen, tendieren hier eher dazu, die Suchfunktion anstelle der Navigation zu nutzen, um schnell zu der Seite zu gelangen, die sie aufrufen möchten. Nutzer, die wissen, was sie wollen, führen auch schneller eine Bestellung durch.

Suchbegriffe -was geben die Nutzer bei der internen Suche ein?

Der Report zu den Suchbegriffen bietet Dir einen Überblick über die Begriffe, die die Nutzer Deiner Website in der Suchfunktion genutzt haben.

Der Suchbegriffe-Report liefert Dir Daten wie eingegebene Suchbegriffe, die einmaligen Suchen dazu, die Ergebnisse für die Seitenaufrufe pro Seite, Anteil der Suchausstiege, Anteil der verfeinerten Suchen, die Zeit nach der Suche sowie die Suchtiefe. Diese Zahlen geben Dir einen Eindruck davon, wie gut die interne Suche Deiner Website funktioniert. Du kannst analysieren, nach welchen Begriffen Deine Nutzer gesucht haben und ob die Ergebnisse dazu zufriedenstellend waren. Sind bei bestimmten Begriffen die Suchausstiege besonders hoch, oder kommen im Anschluss an die Suche viele Suchverfeinerungen vor? Für diese Suchbegriffe solltest Du Dir das Suchergebnis auf deiner Website anschauen und ggf. überarbeiten.

Ist das Suchergebnis hilfreich, dann wird der Nutzer normalerweise weitere Seiten aufrufen. Ist das Ergebnis allerdings nicht hilfreich, so wird es eher zu Verfeinerungen der Suche oder gar Abbrüchen kommen. Du kannst den Anteil der Suchausstiege als Abbruchraten der internen Suchen interpretieren. Der Nutzer kommt auf Deine Seite, findet nicht, was er sucht, und tätigt eine interne Suchanfrage. Anschließend findet er aber immer noch nicht, was er sucht, und verlässt frustriert die Seite.

Suchausstiege sind vertane Chancen, denn wie schon angesprochen, sind Nutzer, die eine interne Suche durchführen, oft geneigt, etwas zu kaufen. Es ist also wichtig, die Suchfunktion zu optimieren und dafür zu sorgen, dass die Nutzer finden, wonach sie suchen.

Auch Suchverfeinerungen lassen Rückschlüsse auf das Suchergebnis zu. Wenn ein Nutzer seine Suche verfeinert, bedeutet das normalerweise, dass zu viele Suchergebnisse angezeigt, die vielleicht das Suchwort enthalten, aber nicht exakt das Gesuchte darstellen.

Bedenke, dass viele Nutzer die Suche als Alternative zur gewohnten Navigation nutzen. Es ist Deine Aufgabe, auszuwerten, ob gewisse Suchbegriffe im Zusammenhang mit Verfeinerungen und Abbrüchen positiv zu bewerten sind oder nicht.

Ähnlich verhält es sich mit den Angaben zu Suchtiefe (wie viele Seiten wurden nach der Suche aufgerufen) sowie zur Zeit nach der Suche. Auch hier ist bei der Auswertung wieder Dein Fingerspitzengefühl gefragt. Verbringt ein Nutzer viel Zeit nach der Suche, um sich zu informieren, oder ist er weiterhin auf der Suche, weil er noch nicht gefunden hat, wonach er sucht? Finde es heraus, indem Du die Zahlen in Beziehung zu Abbrüchen und Verfeinerungen setzen.

Site-Search-Kategorien – Kategorien für die interne Suche

Wenn Du die interne Suche in den Einstellungen zur Datenansicht einrichtest, kannst du dort auch Kategorien festzulegen. Manche Websites bieten ihren Nutzern an, bei der Suche eine bestimmte Kategorie auszuwählen. Amazon zum Beispiel.

Wenn Deine Suche so konfiguriert ist, dass auch die gewählten Kategorien in der URL wiedergegeben werden, dann siehst Du die Kategorien auch in den Reports. Du kannst dann unter anderem sehen, wie oft einzelne Kategorien ausgewählt worden sind oder auch wie die Suchbegriffe einzelner Kategorien aussehen. Frage Dich also, ob Deine Nutzer die Suchbegriffe mit den richtigen Kategorien in Verbindung. Falls nicht, solltest Du Dir die Bezeichnungen der Kategorien nochmal anschauen.

Suchbegriffe und Besuchersegmentierung

Um noch mehr über Deine Nutzer zu erfahren, kannst Du die Suchbegriffe anhand verschiedener Besuchergruppen analysieren. Nutze dazu die Segmente, und finde heraus, ob Nutzer, die über unterschiedliche Kanäle auf Deine Website kommen, die Suche unterschiedlich nutzen.

Liefern die Landingpages der verschiedenen Channels also die Inhalte, die die Nutzer erwarten?

SEO und Content-Optimierung mit der internen Suche

Die Suchbegriffe-Reports im Site-Search-Bereich liefern Dir nicht nur in Hinsicht auf Nutzererfahrung und Usability gute Ergebnisse, sondern auch in Hinsicht auf Suchmaschinenoptimierung.

Nutze die Begriffe, die Deine Website-Nutzer suchen, um dich inspirieren zu lassen. Welche Begriffe geben die Nutzer ein? Nutzen sie Synonyme oder gar ganz andere Beschreibungen für Deine Produkte? Finde Du auf diese Weise heraus, wie Deine Nutzer die Dinge oder Leistungen nennen, die Du anbietest. Die eigene Wortwahl der Nutzer unterscheidet sich oft von der, die Du für Deine Suchmaschinenoptimierungen verwendest. Diese Erkenntnisse kannst Du dazu nutzen, um neue Inhalte für die Suchmaschinenoptimierung zu erstellen. An keiner anderen Stelle der Webanalyse sagen Dir Deine Nutzer so genau, warum sie auf Deiner Seite sind und was sie dort wollen. Aus diesen Suchbegriffen ergeben sich manchmal aber auch ganz neue Themen und Ideen, an die Du zuvor vielleicht noch gar nicht gedacht hast.

Seiten, auf denen die Besucher häufig suchen

Du kannst die Auswertungen zur internen Suche noch weiter vertiefen, indem Du den Report zu den Startseiten der internen Suche nutzen. Dort siehst Du die Seiten, auf denen Deine Nutzer die interne Suche begonnen haben. Damit kannst du analysieren, wie gut Deine Zielseiten funktionieren oder ob die Seiten innerhalb der Navigation deinen Nutzer die gewünschten Informationen liefern oder nicht. Hier kannst Du als sekundäre Dimension auch die Suchbegriffe hinzufügen, um herauszufinden, welche Begriffe auf welchen Seiten gesucht werden.

Typische Fragestellungen in diesem Zusammenhang:

  • Wieviele Besucher nutzen die Suche von Deinen Zielseiten aus?
  • Nach was suchen sie?
  • Finden sie, was sie suchen?

Mit diesen Informationen kannst Du die Landingpages optimieren. Zum Beispiel könntest Du weitere Seiten erstellen, um noch mehr Themen abzudecken. Eventuell macht es auch Sinn, die Inhalte der ursprünglichen Landingpage so anzupassen, dass bestimmte Inhalte schneller erkennbar sind.

Analysiere die Usability Deiner Website mit der internen Suche

Auch zur Verbessserung der Nutzerfreundlichkeit (Usability) macht diese Auswertung Sinn. Wenn Nutzer zum Beispiel auf bestimmten Unterseiten beginnen, die Navigation außen vor zu lassen und stattdessen die interne Suche zu nutzen, dann solltest Du dem auf den Grund gehen.

Ein Grund könnte sein, dass die Besucher irgendwann einfach keine Lust mehr haben, sich durch die komplizierte Navigation zu klicken. Eventuell wäre es vorteilhafter, die Menüstruktur so zu überarbeiten, dass die Besucher schneller auf die entsprechenden Seiten gelangen.

So kannst Du die interne Suche für die Verbesserung Deiner Conversion-Rate bei SEA Kampagnen verwenden

Suche nach neuen Keywords

Der Bericht zeigt genau an, was Nutzer in Dein Suchfeld eingegeben haben. Somit kannst Du also sehen, wonach die Nutzer in ihren eigenen Worten auf Deiner Website gesucht haben. Wahrscheinlich verwenden die Nutzer die gleichen oder ähnliche Begriffe in der Suchmaschine. Wenn Du also Begriffe aus der Site Search als Keywords für Ihre bezahlten Kampagnen verwendest, kann Dir dies helfen, Deine Anzeigen auf die interessiertesten Zielgruppen auszurichten.

Optimiere die Zielseiten, die auch als oberste Suchseiten erscheinen

Nutzer verwenden möglicherweise Site Search auf Deiner Zielseite, falls diese nicht den Erwartungen entspricht. In diesem Fall solltest Du eine spezifischere Zielseite verwende oder Deine Anzeige besser auf die Zielseite ausrichten.

TL;DR

Mit der internen Suche erfährst Du viel über die Absichten Deine Besucher und die Usability bein Website.

2017-10-07T08:47:51+00:00